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Industrie aktuell
28.07.2010 | cav chemie-anlagen + verfahren | Ausgabe: 2010/008

Veredelter Stahl

Stahl ist zwar ein sehr robuster Werkstoff, doch er kann rosten. Wenn der Stahl mechanisch bearbeitet wurde, bilden Schnittkanten, Bohrlöcher oder Schweißnähte Angriffsflächen für Korrosion. Bisher versucht man dies mit Zinklacken zu verhindern, doch die bieten nur unzureichenden Schutz – selbst wenn sie dick aufgetragen werden. Rostfreiheit verspricht jetzt ein neuartiger Zinklack, den Forscher des Saarbrücker Unternehmens Nano-X entwickelt haben. Wo er aufgetragen wird, bildet sich eine Nano-Schicht aus Titandioxid, die zuverlässig Korrosion verhindert. Dazu reicht eine Lackdicke von 15 bis 20 Mikrometern. Bei herkömmlichen Lacken sind es 50 bis 60 Mikrometer. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Lack bei Raumtemperatur trocknet, sodass auch Stahlteile im Freien nachträglich behandelt werden können. Außerdem kann die Lackierung auf Stellen aufgetragen werden, die bereits angerostet sind.


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